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Vorsätze

Die meisten Leute nehmen sich am Jahreswechsel Dinge vor, die nach ein paar Wochen aber bereits Makulatur sind. Dieses Jahr habe ich mir extra nichts vorgenommen, so setze ich mich selbs tnicht unter Druck. Dachte ich :-)

Aber gerade eben weil ich mir nichts vorgenommen habe, gerate ich zunehmend unter Druck. Hätte ich mir was vorgenommen, könnte ich es in ein paar Wochen über Bord werfen, aber in der Zwischenzeit könnte ich meine Vorsätze umsetzen. Schön ist es auch, wenn man nach einiger Zeit bemerkt, dass man eigentlich Inkonsequent ist und dann sagen kann, ist doch egal, man lebt nur einmal. Das alles kann ich jetzt nicht erleben, weil ich mir zum Jahreswechsel nichts vorgenommen habe.

 

4.1.07 18:04


Royal Goofy

So langsam wird er zum Sieger. Zwar im Ausgleich IV aber immerhin. Mit diesem Pferd verbinden mich sehr persönliche Erlebnisse und Enttäuschungen.

Zu Dritt fuhren wir auf die Jährlingsauktion 2002. Steffi (die mittlerweile durch einen Reitunfall ums Leben gekommen ist), Rene (der Mitbesitzer von Anzillero) und ich. Ich wollte kein Pferd kaufen sondern einfach nur Leute in Baden Baden treffen. Im Auto habe ich aber den Katalog ausgepackt und die erstbeste Seite aufgeschlagen. Es war die Katalog Nr. 128 (Royal Goofy). Als wir auf der fast 2-stündigen Fahrt die Pferde durchgingen, hatten wir (außer ihm)Prokofjew, Raffelberger, Siberion, Scalottas und Pepperstorm als unsere Wunschkandidaten ausgemacht. Mein Favorit war allerdings immer noch Royal Goofy. Er war ein Goofaliksohn und ich liebe Goofaliks und er kam aus Erlenhof. In Erlenhof - da stand meine Stute - hatte ich ihn schon gesehen und wusste, dass er ganz lieb ist. Da ich aber nicht vorhatte, einen Jährling zu kaufen, schaute ich mir nur die Auktion an und sprach überwiegend mit Freunden/Bekannten.

Wir sassen am Tisch (u.a. Werner Krballek der gestern 95 Jahre alt wurde) als Rene kam und mir sagte, dass er Royal Goofy gekauft hätte und ich, wenn ich wollte 50% bekommen könnte. Na klar, wollte ich. Voller Stolz liess ich mir Royal Goofy vorführen und Steffi - die Besitzerin von Erlenhof - freute sich mit mir und "meiner" Steffi darüber, dass er so eine gute Besitzerin bekommen sollte. Als herauskam, dass er mir nicht alleine gehörte, sondern auch Rene beteiligt war, begann für mich ein Horror-Tag. Steffi verlangte das Geld für ihn in bar und weder ich noch Rene hatten eine Bankvollmacht bzw. genug Geld einstecken. Mehrere Leute fuhren mit mir diverse Bankautomaten in Iffezheim an, aber das Geld reichte nicht. So musste Royal Goofy bis Dienstag in den Gastboxen ausharren bis das Geld eingegangen war (die Besitzerin von Erlenhof wollte ihn auch nicht mehr mit ins Gestüt nehmen). Nocheinmal stand er dann 4 Tage bei Trainer Richardson bis er nach Westerberg gebracht wurde. Weshalb Steffi von Erlenhof so reagierte ist eine andere Geschichte und hatte mit mir nichts zu tun. Trotzdem denke ich mit Grauen noch an diesen Tag. Viele Leute, die mich kennen und die Geschichte in Iffezheim mitbekommen haben, erzählen die Geschichte "von den Geldautomaten" heute noch. Aber so nahm die Geschichte um Royal Goofy ihren Anfang. Mit diesem Pferd sind noch viele Schicksale und Geschichten verknüpft.

31.12.06 13:38


Winterzeit

Im GOL-Forum beschweren sich einige Leute, dass es mit dem Rennsport bergab geht. Das sähe man daran, dass an Starthelfern, Kassenpersonal und Kameraleuten und auch an der Heizung gespart wird. Dabei kann man immer das Haar in der Suppe suchen und die nicht besetzten Kassenhäuschen sind schon so alt wie der Rennsport. Einige haben mittlerweile sogar ausgemacht, dass die Traber evtl. an der Misere schuld sein könnten, weil die senden jetzt auch auf BD!. Dabei ist es doch egal, ob gar nichts kommt oder die Traber.

Der Niedergang des Rennsports hat einen ganz anderen Grund. Verträge, die zu Zeiten abgeschlossen wurden, wo der Rennsport noch in voller Blüte stand. Verträge die gemacht wurden, um einem Freund einen Gefallen zu tun. Verträge die sehr kurzsichtig waren. Interessen, die es zu wahren und verteidigen gilt. Interessen die einem persönlich wichtig sind. Posten, die man zugeschoben bekam oder ererbt hatte. Posten mit den man viel Geld verdienen konnte, ohne viel zu leisten. Kurzum Klüngel, Dummheit und Inkompetenz. Ich glaube in keinem anderen Sport trifft man auf soviel Ignoranz, Narzissmus, Egoismus, Blasiertheit, Borniertheit, Obstination.

28.12.06 10:10


Sozialneid ?

Ja, früher war doch alles besser. Wenn man da ein Rennpferd besass oder Züchter war, hat man einen Ausweis erhalten der mit einem "B" geschmückt war. Geschenkt bekam man den natürlich nicht, der musste bezahlt werden. Dafür durfte man dann ohne Eintritt zu zahlen auf alle Rennbahnen und bestimmte Plätze auf der Tribüne bzw. dem Parkplatz waren reserviert. So war auch sichergestellt, dass man sich mit "Seinesgleichen" abgeben konnte. Auch in den Führring kam man damit, allerdings nur, wenn man ein Pferd hatte, das an dem Rennen beteiligt war. Es gab auch noch einen Ausweis mit einem "F". Das waren dann Funktionäre des Sports. Die waren meistens beim Direktorium angestellt und durften natürlich überall hin, auch in die Waage, in die ein "B" normalerweise auch nicht kommt. "T"= Trainer, "BT" = Besitzertrainer und "R"= Reiter kommen/kamen  natürlich ebenfalls in die Waage und manchmal auch "AR"= Amateurrennreiter.

Heute ist das anders. Es gibt Rennvereine "RV", die lassen sich für jedes Präsidiumsmitglied einschliesslich Ehegatten einen Ausweis ausstellen. In Deutschland wimmelt es nur so von Stallangestellten "ST" und auch Presse "P" sowie Verschiedene "VS" sind stark vertreten. Das schönste daran ist aber: Man kommt mit den Ausweisen überall hin. Nun wäre das an sich ja ganz gut, warum soll man eine Zweiklassengesellschaft auf der Rennbahn aufbauen, die Sache hat allerdings einen Haken, die Preise für diese Karten sind unterschiedlich hoch. Wie sich jeder denken kann, zahlen die Besitzer - wie fast überall in dem Sport - den höchsten Preis. Allerdings reicht für die Ausstellung des Ausweises auch schon eine Beteiligung von 5% an einem Pferd (früher waren es mindestens 25%). Alle 2 Jahre werden die Ausweise neu ausgestellt, dann geraten einige Ex-Rennpferde-Besitzer bzw. Züchter in Hektik. Wie kommt man wieder an das begehrte "B" und auch manch anderer überlegt sich, wie er es erreichen kann, wieder einen Ausweis zu ergattern. Dieses kleine Zettelchen, das jedem auf der Rennbahn (da man es auch sichtbar für alle trägt) signalisiert, ich gehöre dazu. Manchmal werden dafür dann sogar Pferde bzw. Stallgemeinschaften umgeschrieben (das bringt dann auch wieder Geld in die Kasse des DVR) oder eingeschlafene Beziehungen aufgefrischt. Der Preis spielt fast keine Rolle, allerdings kenne ich mittlerweile Besitzer, die sich auch gerne mit einem anderen Buchstaben als dem "B" begnügen, weil es für sie keinen Unterschied macht. Der Preis ist günstiger, man ist sowieso bekannt und man kommt auch ohne überall rein. Die Ordner schauen sowieso nicht wer da kommt bzw. lassen einen überall rein und wenn man einmal da stand oder gesessen hat, gehört man dazu. Allerhöchstens auf den Parkplätzen kann es noch zu weiteren Wegen kommen, aber das Problem haben auch die anderen Ausweisinhaber.

Nachdem wir also alle eine große Familie auf der Rennbahn sind und fast jeder einen Ausweis erhält mit dem er auch überall hin kann, frage ich mich jetzt aber doch, warum soll man sich so ein Ding überhaupt noch besorgen bzw. ein Pferd unterhalten. Das Geld kann man sich doch sparen. Die Rennvereine könnten auch sparen, weil man braucht keine Ordner mehr. Im Direktorium würden Kapazitäten frei gesetzt, allerdings auch Einnahmen flöten gehen.

Aber vielleicht bin ich ja auch nur neidisch, weil ich mich mit meinem "B" an die Spielregeln halte :-)

 

24.12.06 10:32


Tierschutz

Im Forum hat einer geschrieben, dass Tierschützer nicht auf die Rennbahn gehen dürfen. Es wäre heuchlerisch Pferderennen anzuschauen. Es wäre heuchlerisch Menschen für den Rennsport zu beigeistern.

Viele Leute sehen den Rennsport als Tierquälerei und ich habe mich schon mit manchem Reiter oder Tierfreund auseinandersetzen müssen. Wenn die aber dann mal mit auf die Rennbahn gegangen sind oder in einem Stall oder Gestüt waren, hat keiner mehr gesagt, dass es Tierquälerei ist. Mein Umfeld sieht mich als Tierschützer und alte Freunde wissen, was ich zum Schutz der Tiere schon alles auf mich genommen bzw. angestellt habe. Und ich behaupte, dass noch mehr Tierfreunde und Schützer auf die Rennbahn gehen müssten. Es müssten noch mehr Tierschützer sich Pferde halten und nach ihnen schauen. Denn je mehr der Rennsport öffentlich wird, desto weniger kann passieren. Wenn es viele Zuschauer, denen die Tiere am Herzen liegen, gibt, wird weniger "gequält". Funktionäre müssten und würden schneller reagieren, Reiter würden sich nicht trauen zu oft die Peitsche zu schwingen und Stallangestellte bzw. Führer müssten sich noch mehr um die anvertrauten Pferde kümmern. Deshalb finde ich sollten Menschen, denen das Wohl der Pferde am Herzen liegt, oft auf die Rennbahn gehen.

 

28.10.06 17:58


Mein schlimmster Feind  bin ich selbst. Aber der zweitschlimmste ist dieser D.I. aus dem Forum. Vor allen Dingen, weil er meiner Meinung nach die Tatsachen verdreht und jedesmal versucht mich zu provozieren Ich dumme Nuss falle auch immer wieder darauf rein. Dabei ist ein ganz kleines Lichtchen und wenn er sich im Forum nicht auskotzen könnte, würde ihm auch gar keiner zuhören.Deshalb rate ich allen, die sich übergangen fühlen, nicht ernst genommen werden, im Leben nichts zu sagen haben bzw. total bedeutungslos wären, sucht euch ein Forum und mischt das dann auf. Als Vielschreiber muss man auf jeden Fall jemand sein und wenn man manche Dinge nur oft genug wiederholt, glaubt das irgendwann jeder. Mit der Zeit hat man dann Fans, die alles für einen tun würden und an den Lippen bzw. in diesem Fall an den Zeilen hängen. Probleme kann evtl. das reale Leben machen. Es kann passieren, dass die Leute, die wissen, dass man eine Null ist, auch noch erkennen, dass man ein Idiot ist. Aber wenn man genug Selbstbewusstsein hat, macht das nichts, im übrigen hat man im Internet ja noch seine Gemeinde und die wissen, dass man der bzw. die Größte ist.
24.10.06 10:54


Baden-Baden Herbstmeeting

Eigentlich wollte ich in Baden-Baden sein. Die Auktion hätte ich mir so gerne angeschaut und noch lieber die Gesichter der Leute vom Club. Sicher laufen die alle wieder strahlend über die Rennbahn. "Seht Leute, was wir für ein tolles Herbstmeeting auf die Beine stellen". Die bilden sich wirklich ein, dass der Internationale Club das bzw. der Beste im Galopprennsport ist. Dabei sind dort nur die Überheblichsten und Eingebildesten im Deutschen Rennsport. Es ist ja bekannt, dass der deutsche Rennsport noch im letzten Jahrhundert lebt. Die meisten glauben immer noch, sie befänden sich in den 50er/60er oder 70er-Jahren als die Rennbahnen und die Kassen voll waren. Aber Baden-Baden ist die Krönung von allem. Der Club hatte die Preisgelder vom letzten Meeting noch nicht gezahlt und das Herbst-Meeting stand an. Wenn die Preise nicht gesichert sind, kann man auch keine Rennen veranstalten. Kurz vor 12 rettete dann ein Förderkreis noch das Meeting. Das muss man sich mal vorstellen. Da werden schon Monate im Voraus Zimmer gebucht und fast alles was noch etwas im Rennsport auf sich hält, sitzt auf gepackten Koffern und dann wäre abgesagt worden. Der Schaden - auch international - wäre immens gewesen. Aber der Kelch ging ja nochmal vorüber und so kann man als Clubmitglied bzw. Vorstand sicher hoch erhobenen Hauptes über die Rennbahn gehen. Abgesehen davon, dass in Baden das Flair schon besonders ist - nirgends sieht man so viele Möchtegernpromis wie dort - hört man doch allerhand hinter vorgehaltener Hand. Shit, dass ich krank geworden bin. So muss ich mir das alles aus dritter Hand erzählen lassen und kann nicht richtig feststellen, was bzw. ob es wahr ist. Dabei ist doch gerade jetzt im Rennsport so einiges im Umbruch. So warten wir immer noch auf den neuen Geschäftsführer bzw. den Jockey-Club. Hoppegarten wird doch sicher auch ein Thema sein und welche Jockeys in Zukunft wo reiten. Über die Ergebnisse der Auktion bzw. die vorgestellten Pferde wird bestimmt geredet und nebenbei erfährt man noch, welche Promis, wieviel bekommen haben, damit sie überhaupt kommen. Ich hätte mich so gerne selbst davon überzeugt, was für ein Gefühl das ist, wenn man sich wie auf der Titanic fühlt. Das unsinkbare Schiff geht unter und die Orchester spielen bis zum Schluss.

 

22.10.06 14:59


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